Von der Maulbeere bis zur Seide

Maulbeerbäume wachsen in den wärmeren Regionen Europas. Es sind sommergrüne Bäume, die bis zu 6 bis 15 m hoch werden. Es gibt weiße, rote und schwarze Maulbeeren.

In meinem diesjährigen Sommerurlaub auf Korsika habe ich Bekanntschaft mit Maulbeeren gemacht, und zwar mit der schwarzen Sorte. Sie standen auf dem Campingplatz als schöne große Schattenspender. Allerdings hatten sie eine etwas unangenehme Nebenwirkung: die reifen schwarzen Früchte fielen von den Bäumen und lagen um unser Wohnmobil verteilt. Das war eine sehr klebrige Angelegenheit, wenn man hinein trat. Bei den roten Früchten auf den beiden Fotos handelt es sich um unreife Früchte, sie werden erst schwarz, wenn sie reif sind und dann fallen sie bald vom Baum.


Maulbeeren auf dem Campingplatz von Bonifacio (Korsika)


Vergrößerte Aufnahme einer Maulbeere
Was hat das nun alles mit der Seide zu tun - die grünen Blätter der weißen Maulbeere braucht man für die Zucht des Seidenspinners. Der Seidenspinner ist ein 32 - 38 mm breiter Schmetterling, der ursprünglich in China beheimatet war. Die Larve des Seidenspinners ist die Seidenraupe, und diese braucht man für die Seidenproduktion. Acht Tage nach dem einspinnen verpuppt sich die Raupe. Die daraus entstandenen sogenannten Puppen werden am zehnten Tag der Fertigstellung des Kokons mit kochendem Wasser oder heißem Dampf getötet. Danach wird der Spinnfaden vorsichtig abgewickelt und sorgfältig gereinigt, bevor er weiter verarbeitet wird. (Quelle Wikipedia)

Die Hauptländer für die Züchtung der Seidenraupen sind China, Kambodscha, Vietnam, Japan, Indien und Südeuropa, sowie sei 1950 auch Brasilien. Die Raupen ernähren sich ausschließlich von den Blättern der Maulbeerbäume. (Quelle Wikipedia)

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100% Maulbeerseide (rot)
Gestrickt wird dieses Garn am besten mit Holz- oder Bambusstricknadeln, da es sehr schnell über die Nadeln gleitet. Bambusstricknadeln gibt es auch bei mir in der Rubrik Strickzubehör zu kaufen.

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